Geburtsjahr: 1915
Sterbejahr: 1995
Geburtsort: Innsbruck
Gestorben in: Innsbruck



Diesner schuf ein umfangreiches, von der Leuchtkraft der Farbe geprägtes Werk. Für Kunsthistoriker Gert Ammann gehört ihr Werk „zu den wichtigen Erscheinungen des Nachimpressionismus in Tirol – geprägt vom französischen Kolorit und vor allem durch die konsequente Kompositionsweise nach den Farb- und Formaufbauten André Lothes. Gauguin und Van Gogh, aber ebenso Henri Matisse waren ihre künstlerischen Orientierungen und Visionen. (…) Zusammen mit Max Weiler, Helmut Rehm, Walter Honeder und Werner Scholz hat Diesner die Malerei der Fünfzigerjahre in Tirol wesentlich mitbestimmt.“ Diesner war bestens bekannt mit Paul Flora, für dessen Kinder sie eine Art Nenntante wurde. Er erkannte ihr großes Talent und war auch einer ihrer frühen Förderer.

 

Biographie

1915: am 4. August als Tochter des Juristen und Staatsbahndirektors Rudolf Diesner und dessen Frau Maria, geborene Pircher aus Brixen, geboren.
1929-32: Nach Besuch der Volksschule geht sie ins Gymnasium und in die Privatschule Beaupré bei Genf (1930), wo sie Zeichenunterricht erhält. Ab dieser Zeit jährliche Sommeraufenthalte in England.
1932-35: Fachschule für damenkleider. Daneben Aktkurs bei Prof. Comploj.
1935-37: Diesner zieht zu ihrer Schwester nach London und besucht die Chelsea Art School. Danch Fortsetzung an der School of Art in Broghton bei Charles Knight.
1937: Rückkehr nach Innsbruck.
1937-39: Studium der Gebruachsgraphik an der Akademie für angewandte Kunst in München auf Drängen des Vaters.
1940: Hotel-Sekretärin in Hofgastein.
1940-41: Dienstverpflichtung in Dresden.
1941-43: Trachtenmalerei am Volkskunstmuseum Innsbruck. Aktkurs bei Max von Esterle.
1943-44: Paris, Studium an der Academie André Lhote am Montparnasse, zeitweilig an der Ecole de la Grande Chaumiére.
1944: In Wessling, Oberbayer, freischaffende Künstlerin. Bekanntschaft mit dem Maler Heinrich Brüne.
1944-45: Innsbruck, wieder Trachtenmalerei am Volkskunstmuseum.
1945: Zu Ende desd Krieges werden fast alle Arbeiten, die in München eingelagert waren, zerstört.
1945-47: Diesner bezieht gemeinsam mit Bodo Kampmann, Paul Flora und Jörg Sackenheim ein Haus in Innsbruck.
1946: Erste Einzelausstellung im Rahmen der Alpacher Hochschulwochen. Bekanntschaft mit Werner Scholz, Johannes Behler und Jakob Lederer.
1947: Geburt der Tochter Olivia. Paul Flora, Bodo kampmann und Gerhild Diesner übersiedeln in das Haus der späteren Frau Flora´s auf die Hungerburg.
1948: Diesner verbrintt den herbst in London bei ihrer Schwester.
1949: Diesner und Kampmann heiraten.
1952: Sohn Nils.
1953: Kampmann geht wegen eines Auftrages nach Remscheidt und bleibt dort. Diesner bleibt in Insbruck und folgt ihm im im Juni, kehrt aber im Herbst nach Innsbruck zurück. Das edehepaar bleibt getrennt.
1955: Scheidung der Ehe. Die Tochter Olivia bleibt bei Kampmann, der Sohn Nils bei Diesner.
1955-75: Zahlreiche Studienreisen und Auslandsaufenthalte in England, Portugal und Italien.
1975: Professorentitel.
1995: Gerhild Diesner stirbt in Hall in Tirol.

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