Geburtsjahr: 1884
Sterbejahr: 1967
Geburtsort: Budapest
Gestorben in: Salzburg


Feix Albrecht Harta studierte an der Münchner Akademie und an der Akademie Vitty in Paris. Stand in künstlerischem Nahverhältnis zu O. Kokoschka, E. Schiele und A. P. Gütersloh. Gründete 1919 die Künstlervereinigung ‘Der Wassermann’ in Salzburg, lebte 1939-50 im englischen Exil, dann wieder in Salzburg. Sein frühes Schaffen ist dem Expressionismus verpflichtet, das spätere Werk weist nachimpressionistische Tendenzen auf. Harta stirbt 1969 in Salzburg.

Er wuchs in Wien auf, studierte zunächst Architektur an der Technischen Hochschule in Wien und ging 1905 nach München, um an der Akademie bei Hugo von Habermann Malerei zu studieren. Im Jahre 1908 hielt er sich in Paris auf, arbeitete kurze Zeit an der Akademie Vitty unter H. Martin und Anglada, kopierte im Louvre Tizian, Tintoretto und Ingres, im Musee Luxembourg Edourd Manet und bereiste in der Folge die Bretagne. Nach seiner Rückkehr nach Paris stellte er im Salon d´Automne fünf Landschaften aus und beschäftige sich während des darauffolgenden Winters insbesondere mit den Impressionisten, darunter Cezanne und van Gogh. Im Frühjahr 1909 unternahm er eine Studienreise nach Spanien, kopierte in Madrid Velazquez, Greco und Goya, dann verbrachte er den Winter in Wien und fuhr 1910 nach Belgien, wo er Brüssel, Gent und Brügge besuchte. Im Jahre 1911 war er neuerlich in Brügge, 1912 in Italien, 1913 besuchte er zum zweiten Mal Paris. Vom Herbst 1913 bis zu seiner Einberufung zum Militärdienst im Jahre 1916 lebte er in Wien. 1917 übersiedelte er nach Salzburg, wo er bis zum Jahre 1923 verblieb. In der Folge kam er wieder nach Wien. 1926/27 weilte er wieder in Paris. Im Jahre 1919 war er Gründer und Präsident der Künstlervereinigung ‘Der Wassermann’ und von 1928 bis 1935 Mitglied des Hagenbundes. Er stellte seine Werke auf zahlreichen Ausstellungen des In- und Auslandes aus. Im Jahre 1921 erhielt er in Salzburg die Große Silberne Staatsmedaille, 1927 das Ehrendiplom der Internationalen Ausstellung in Bordeaux, 1929 den Österreichischen Staatspreis, 1934 den Ehrenpreis der Stadt Wien.
(Heinrich Fuchs, Lexikon ‘Die österreichischen Maler’)

Mit kräftig-expressiven, sich überlagernden Strichen schildert der Maler die verschneite Salzburger Altstadt von einem auf der anderen Flusseite gelegenen, leicht erhöhten Standpunkt. Die Verschmelzung von rostbrauner und roter Farbe, sowie der Einsatz von pastos aufgetragenem Weiß bewirken einen der Jahreszeit entsprechenden eindrucksvoll beobachteten Kontrast von kalten und warmen Tönen.

Werke in  österreichischem Museumsbesitz (Auswahl)

  • Jardin du Luxembourg (Wien, Leopold Museum), 1908, Öl auf Karton
  • Flugplatz der Fliegerkompanie Nr. 60 bei Feltre (Oberitalien) (Wien, Heeresgeschichtliches Museum), 1918, Farbkreiden auf Papier
  • Fliegerwetter (Wien, Heeresgeschichtliches Museum), 1918, Feder und Tusche mit Farbkreiden auf Papier,
  • Brennendes Flugzeug (Wien, Heeresgeschichtliches Museum), 1918, Feder und Tusche mit Farbkreiden auf Papier,
  • Garten (Wien, Österreichische Galerie Belvedere), um 1920, Öl auf Leinwand
  • Cagnes, Südfrankreich (Wien, Österreichische Galerie), um 1927, Öl auf Leinwand
0