Portrait von Pablo Picasso
Geburtsjahr: 1886
Sterbejahr: 1973
Geburtsort: Malaga
Gestorben in: Mougins



Pablo Picasso war ein spanischer Maler.
Seine Kunst wurde richtngsweisend für das gesamte 20. Jhdt.

Kinder: Paloma Picasso, Claude Pierre Pablo Picasso, Maya Widmaier Picasso, Paul Joseph Picasso.

Zu den bekanntesten Werken Picassos gehört das Gemälde Les Demoiselles d’Avignon (1907). Es avancierte zum Schlüsselbild der Klassischen Moderne und zu einem der ersten Bilder des Kubismus. Seine Inspriation bezog er von ihn damals faszinierenden afrikanischen Masken. Mit Ausnahme des monumentalen Gemäldes Guernica (1937), einer künstlerischen Umsetzung der Schrecken des Spanischen Bürgerkriegs, hat kein anderes Kunstwerk des 20. Jahrhunderts die Forschung so herausgefordert wie die Demoiselles. Das Motiv der Taube auf dem Plakat, das er im Jahr 1949 für den Pariser Weltfriedenskongress entwarf, wurde weltweit zum Friedenssymbol.

Picasso arbeitet eng mit Juan Gris zusammen und mit ihm gemeinsam entwickelt er den Kubismus, der richtungsweisend werden sollte.

Picasso malt in allen Techniken, radiert und schafft Lithographien, Gebrauchsgraphik und Buchillustrationen, erstellt Bühnenbilder, formt Keramiken, bemalt Alltagsgegenstände (zb Kühlschränke) und erarbeitet Skulpturen (die bekanntreste wohl der “Stierkopf” aus Fahradlenker und Sattel. Zudem betätigt er sich als Schriftsteller (zB das Gedicht “Blutiges Messgewand”), er schreibt auch Hörspiele.

Leben

  • 1881 – 25. Oktober: Pablo Picasso (eigtl. Pablo Ruiz y Picasso) wird als Sohn des Malers José Ruiz Blasco und dessen Frau María Picasso López in Málaga geboren.
  • 1896 – Besuch der Kunstschule in Barcelona.
  • 1897 – Studium an der Academia San Fernando in Madrid.
  • 1900 – Veröffentlichung von Illustrationen durch Zeitungen in Barcelona.
    Erste Paris-Reise.
  • 1901 – Er beginnt, seine Arbeiten mit “Picasso” zu signieren.
    Zusammen mit einem Freund gibt er die Zeitschrift “Arte Joven” heraus
  • 1901-1904 – In seiner “blauen Periode” entwickelt Picasso seinen ersten eigenen Stil mit schwermütigen Figurenbildern, die in verschiedenen Blautönen gehalten sind. In dieser Zeit beginnt er auch, sich der Skulptur zuzuwenden (“Sitzende Frau”).
  • 1904 – Nach jährlichen Paris-Reisen zieht Picasso endgültig in die französische Hauptstadt.
    Er lernt Fernande Olivier kennen, die seine Geliebte und sein Modell wird.
  • 1905-1907 – In seiner “rosa Periode” bevorzugt Picasso Zirkusmotive in heiteren Farben, so in dem Gemälde “Die Gaukler”. Erste Radierungen und Kupferstiche sowie das Porträt von Gertrude Stein (1874-1946) entstehen.
  • 1908-1917 – Für den erneuten Stilwechsel sind vor allen Dingen afrikanische Masken ausschlaggebend. Picasso bricht mit der bisher geltenden Ästhetik und wird zusammen mit Georges Braque (1882-1963) zum Begründer des Kubismus: Er bevorzugt zersplitterte Formen und Farben. Das Gegenständliche wird in Werken wie “Frau mit Gitarre” oder “Ma Jolie” in geometrische Formen aufgelöst, wobei sich die Strukturen der Abstraktion nähern.
  • 1911-1914 – Die ersten “papiers collés” (Klebebilder) entstehen. In deren Folge führt Picasso fremde Materialien wie Sand, Holz und Blech in seine Arbeiten ein.
  • ab 1915 – Neben den kubistischen Arbeiten zeichnet Picasso auch wieder realistische Porträts.
  • 1917-18. Mai – Uraufführung des Balletts “Parade” in Paris. Picasso fertigt für die Inszenierung das Bühnenbild und die Kostüme. Das Libretto stammt von seinem Freund Jean Cocteau (1889-1963), mit dem er auch später von Fall zu Fall zusammenarbeit. Anlässlich der Aufführung lernt Picasso die Tänzerin Olga Koklowa kennen.
  • 1918 – Heirat mit Olga. Aus der Ehe geht ein Kind hervor.
  • ab 1919 – Picassos Malerei wird zunehmend “klassizistischer”. Er greift auf antike mythologische Vorbilder zurück.
  • 1924-1926 – Er arbeitet bevorzugt an großen abstrahierenden Stilleben.
  • 1925 – Picasso beteiligt sich mit dem Werk “Drei Tänzer” an der ersten Ausstellung der Surrealisten in Paris. Der Surrealismus bietet ihm die Möglichkeit zur Verschlüsselung und zur mythologischen Überhöhung psychischer Erfahrungen.
  • 1927 – Bekanntschaft mit Marie-Thérèse Walter, die seine Geliebte und sein Modell wird.
    Sein Werk ist nun von vorwiegend frei figuralen Kompositionen geprägt.
  • 1928/29 – Drahtplastiken und die erste Eisenskulptur entstehen.
  • 1934 – Angeregt durch eine Reise nach Spanien, nimmt er die Thematik des Stierkampfes in seinem Werk auf.
  • 1935 – Die Geburt seines Kindes aus der Beziehung zu Marie-Thérèse führt zur Trennung von seiner Ehefrau.
  • 1936 – Picasso nimmt den Direktorenposten Prado-Museums in Madrid an.
  • 1937 – Für den spanischen Pavillon auf der Pariser Weltausstellung schafft Picasso das großformatige Anti-Kriegs-Bild “Guernica”, auf dem er die Zerstörung der Stadt im Spanischen Bürgerkrieg darstellt.
    Freundschaft mit Dora Maar, die neben Marie-Thérèse seine Geliebte und sein Modell wird.Die “New York Times” veröffentlicht eine Erklärung Picassos, in der er für die Regierung der II. Republik in Spanien eintritt.
  • 1941 – Picasso schreibt die dadaistische Komödie “Wie man Wünsche am Schwanz packt”, die 1944 unter der Regie von Albert Camus privat aufgeführt wird.
    Er fertigt eine Skulptur von Dora Maars Kopf an, die 1959 als Denkmal für Guillaume Apollinaire (1880-1918) verwendet wird.
    Beitritt zur Kommunistischen Partei Frankreichs.
  • ab 1943 – Freundschaft mit Françoise Gilot. Aus dieser Beziehung gehen zwei Kinder hervor.
  • 1945 – Picasso wird Vorsitzender des französisch-spanischen Hilfskomitees für republikanische Spanier.
  • 1945-1949 – Neben der Malerei wird die Lithographie zu einem weiteren Ausdrucksmittel, das seiner spontanen Zeichenweise entgegenkommt.
  • ab 1947 – Anfertigung von Keramiken in Vallauris
  • 1948 – Verleihung der “Médaille de Reconnaissance Française” durch die französische Regierung.
  • 1949 – Picassos Lithographie “Die Taube” wird für das Plakat zum Friedenskongress in Paris ausgewählt.
  • 1952 – Er schreibt sein zweites Theaterstück und beginnt mit der Arbeit an den Wandbildern “Der Krieg” und “Der Frieden” für die Kapelle von Vallauris.
    Picasso und Henri Matisse (1869-1954) unterschreiben einen Friedensaufruf.
  • 1958 – Er erwirbt das Schloss Vauvenargues.
  • 1961 – Heirat mit Jacqueline Roque.
  • 1962-1965 – Betonskulpturen.
  • 1963 – Eröffnung des Museo Picasso in Barcelona, das später einen Großteil seines Nachlasses erhält.
  • 1968 – Picasso fertigt die zwei großen Radierserien “Maler und Modell” sowie “Die Liebenden”.
  • 1973 – 8. April: Pablo Picasso stirbt in Mougins (bei Cannes). Er wird im Garten seines Schlosses beigesetzt.

Filme

Picasso, Das Leben beginnt morgen
Wie man Wünsche am Schwanz packt

 

Museen

Umfangreiche Werkgruppen zu Picasso sind in Deutschland im Museum Berggruen in Berlin, im Sprengel Museum Hannover, in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf, im Museum Ludwig in Köln sowie in der Staatsgalerie Stuttgart ausgestellt. Sein grafisches Werk ist nahezu komplett im Kunstmuseum Pablo Picasso Münster zu sehen. Bedeutende Sammlungen von Gemälden Picassos in der deutschsprachigen Schweiz werden im Kunstmuseum Basel, in der Fondation Beyeler in Riehen, in der Sammlung Rosengart in Luzern sowie im Kunstmuseum Bern gezeigt.

Weltweit finden sich Picassos Arbeiten, etwa im Musée Picasso in Paris, im Musée national Picasso La Guerre et la Paix de Vallauris, im Lille Métropole Museum für Moderne Kunst, Zeitgenössische Kunst und Art Brut in Villeneuve-d’Ascq sowie im Musée Picasso Antibes im Chateâu Grimaldi. In Russland im Puschkin-Museum in Moskau und in der Eremitage, Sankt Petersburg. In Spanien im Museu Picasso, Barcelona, im Museo Reina Sofía, Madrid sowie im Museo Picasso in Málaga und in den USA im Museum of Modern Art, New York und im Art Institute of Chicago und in vielen anderen Museen der Welt finden sich zumindest Beispiel seiner Kunst.

Reine Picasso-Museen sind:
1966 (nach einer Schenkung von 25 Gemälden) wird das Museum Grimaldi in Antibes zum Picasso-Museum.
1985 wird das Musée Picasso in Paris eingeweiht.
1988 eröffnet die Fundación Picasso in Malaga.
2000 eröffnet das Kunstmuseum (vormalig Graphikmuseum) Pablo Picasso Münster.
2003 eröffnet das Museo Picasso in Málaga
2014 beginnt die Fundació Museu Picasso de Barcelona ihre Tätigkeit.

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