Geburtsort: Oria (Brindisi)


Emidio De Stefano, geboren in Oria (Brindisi), zeigte bereits in seiner frühen Kindheit sein Interesse für die Malerei und eine große Begabung, insbesondere für das Porträt, doch zunächst wird sein besonderes Talent nicht gefördert. Nach dem Abitur übersiedelt der schaffensfrohe junge Mann mit dem Wunsch nach Rom, seiner noch geheimen Leidenschaft nachzukommen: ein Leben von und mit der Kunst.

Auf der Piazza di Spagna malt Emidio De Stefano Porträts und kommt in dieser frühen Schaffensphase in Kontakt mit einigen Malern der Via Margutta: Schifano, Tardia und Guttuso selbst, welcher ihn ermutigen, nicht nur über den ‘schwierigen Weg’ der Malerei nachzudenken. Der junge Künstler folgt ab da der Malerei und beginnt ein Studium der Kunstgeschichte.

Seine Tage sind sehr vom Studium der Kunstgeschichte eingenommen, den rest der zeit verwendet er auf Museumsbesuche und Porträtmalerei, seinem einzigen Unterhalt. Auf Studienreisen nach Florenz, Venedig, Paris, München sowie nach Bayern, lernt er die Maler Prof. Remo Brindisi sowie Prof. Folli kennen, deren Empfehlung Emidio folgend schreibt er sich an der Kunstakademie von Ravenna ein. Er schließt das Studium schließlich mit ausgezeichnetem Erfolg ab und wird von der Kunstakademie für drei Jahre als Malerei-Assistent angeworben.

Emidio De Stefano ist ein Multitalent, und auf seinem künstlerischen Weg hat er verschiedene Stilrichtungen genutzt und auch für sich vereinnahmt: Klassisch, plastisch, Porträt, Stilleben sowie konzeptioneller Minimalismus. Gleichzeitig hat er niemals die Wurzeln der europäischen Kultur verloren, sein Fundament nie verleugnet indem er sich einer gleichmachenden internationalen Avantgarde verschrieben hätte. Die eher altmodische und nicht unzeitgemäße Einstellung am internationalen Kunstmarkt, die auf Kosten der Qualität und Innovation nicht selten Wiederholungen und kurzweiligen Modeerscheinungen folgt und dabei die künstlerische Persönlichkeit vernachlässigt, frönt De Stefano nicht, er sieht sich darin nicht verwirklicht, und im Gegensatz zur Genre-Malerei, die stets Modeerscheinungen folgt, setzt er auf seinen eigenen Weg und entwickelt neue Techniken, erschafft seine eigene Stilrichtung um Erfahrungen und Gefühle auszudrücken.

In den Jahren 1995 und 1996 startet Emidio eine technisch und konzeptionell neue Form der Malerei. Er setzt nun vor allem Materialien aus Hochglanzmagazinen und Werbebroschüren ein, welche – zerrissen in kleine Stücke und zu neuen Welten und bildhaften Eindrücken zusammengesetzt – fern jeglicher Oberflächlichkeit intensive Eindrücke und Gefühle widerspiegeln.

Auf diese Weise entstehen komplett neuartige Werke, die jedoch niemals auf die formale Harmonie der Bildtradition verzichten. Im September 2008 kam es zur ersten Ausstellung unter dem Titel ‘Constructive Recycling’, organisiert durch die Gemeinde Ferrara im Stadtmuseum ‘Casa Ariosto’.

Weitere Ausstellungen der Werke von Emidio De Stefano in: Ferrara, Lido Spina (im Remo Brindisi Museum), Arquà Petrarca, Gorizia, Ravenna, Brindisi, Reggio Emilia, Padova, Treviso, Paris, München, Salzburg, Linz, Innsbruck.

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